Donnerstag, 17. November 2016

Bärchen ist das Wurst

Wow, unsere Ausstellungseröffnung war echt grandios! Total viele Gäste waren da, haben uns besucht und mit uns gefeiert! Ganz lieben Dank an alle für so viel Unterstützung!

Unter den illustren Gästen befand sich auch die Frau von Michael, einem Künstlerfreund. Sie las amüsiert einige der blog-Beiträge, nahm mich später beiseite und raunte mir zu:"Wenn Du noch Geschichten suchst, dann geh mal einen Tag in die Flure vom Arbeitsamt. Da kannste echt was erleben." Mensch, darauf war ich noch gar nicht gekommen. Ist ja hier gleich umme Ecke quasi. Nur, wann muss ich mal nicht arbeiten und kann dann meine Zeit auffem Amt verbringen... Ja, klar, wenn ich da selber als Kundin und so... Oder halt im Urlaub... Auf jeden Fall mal ein cooler Tipp. Den merke ich mir.

Mit einer der letzten Gäste der Vernissage war Jürgen. Wir tranken mit ihm noch ein Absacker-Wolters und tauschten uns über die highlights der vergangenen Stunden in der Galerie aus. Bis zu dem Punkt, wo ich Jürgen in meinen Plan, die Agentur für Arbeit zu besuchen, einweihte. Jürgen fing laut an zu gackern und meinte dann:"Da brauchste gar nicht hin. Die allergeilste Geschichte hat mein Kumpel nämlich gebracht."

Der gute Mann - also der Freund von Jürgen - hatte einen Termin dort beim Amt. Beim Sachbearbeiter. Und, was hatte der natürlich vor? Klaro, den Arbeitslosengeldbezieher wieder in Lohn und Brot zu bringen. Dann kriegste ne Einladung, musst zum Amt und dann bekommste Vermittlungsvorschläge mit. Da musste Dich dann bewerben. Und, wenn die Dich toll finden, musste da auch arbeiten gehen. Wenn Du das auch toll findest, alles super. Wenn nicht, tja, dann wird es kritisch für Dich...

Letzteres befürchtete wohl auch Jürgens Bekannter. Und, schlau wie er nun mal ist, hat er sich was ganz besonderes für den Flur der Agentur ausgedacht. Und jetzt kommt's: Er hat sich ein Teddybärkostüm übergeworfen und sich dann vor das Büro seines Sachbearbeiters gehockt. - Mal so ganz nebenbei bemerkt: das wäre der WAHRE Krachertag gewesen, wenn ich da dann zufällig auch noch im Amt unterwegs auf Suche gewesen wäre... -

Der Mann vom Amt fand das nicht so witzig und hat dem Stützebezieher erstmal in eine Psychotherapie geholfen. Geht ja auch nicht sowas. Karneval war wohl schon vorbei und die Jobs als Teddy eben nicht vakant. Jetzt hat der Therapeut halt wiederum seinen Job gesichert bekommen, der Sachbearbeiter ist auch bedient. Und Bärchen? Ja, Bärchen war das Wurst... Er hatte ein Jahr Ruhe, bekam weiter seine Kohle und gut 25 von den fünfundvierzig Minuten-Stunden über die Krankenkasse.

Es bleibt wie es ist: die bronxx lässt uns nicht im Stich mit ihren stories. Eigentlich ganz gut, oder?! Den Rest oder jedenfalls ne Menge davon lesen wir Euch am 19.11. ab 19 Uhr vor.
Im WRG. Im Werkschauraum. See you!



Donnerstag, 10. November 2016

Aufbau West...

So, es ist vollbracht. Die Ausstellung steht. Mit allem Drum und Dran.

Gestern Nachmittag haben wir bis in den späten Abend hinein tapeziert, gemessen, gehämmert, geschnitten, geklebt und geräumt.
Der schwarze Peter hat mich mit dem vollbepackten Auto in der bronxx eingesammelt und dann ging es ab zum WerkSchauraum. Der ist in der Ernst-Amme-Straße 5 - gegenüber vom Hotel Celler Tor.

Tür auf, Sachen ausladen, Heizung und Musik auf 8 und dann ging es los. Die eine Wand bronxxig machen. Mit Kleister und so. War wie mit Vatti Wohnzimmer tapezieren. Und ich bin stolz, weil ich kann es jetzt auch. Sauber, gerade und ohne Blasen. Erst wollte ich ja nicht, aber ich hatte bei Nils so gar keine Chance drumherum zu kommen.

Dann ging es den anderen Wänden ans Mauerwerk. Einige der vielen Zeichnungen aus dem bronxxblog wurden gehängt. Aufgehängt sagt der Profi nicht. Wir sind ja wie Galerie und so...also gehängt. Klingt fieser, is aber so.
Mit Zollstock und Wasserwaage und allem Werkzeug, wovon das Kletterrosenherz träumt, schritt Mann zur Tat.

An der vielfrequentierten Straße tanzten draußen vereinzelte Schneeflocken. Und jede Menge Passanten liefen vorbei. Blieben kurz stehen, kicherten, strahlten und gingen dann weiter. Einigen von denen habe ich kurz die Tür aufgemacht, einen unserer Flyer in die Hand gedrückt und sie eingeladen für Samstag.

Denn, jetzt könnt ihr alle kommen. Es ist angerichtet. Im Westen gibt es was neues. Die bronxxblog-Ausstellung. Samstag, also übermorgen, um 19 Uhr. Da könnt ihr gucken kommen, wie wir gestern das WRG in Stunden liebevoll verschönert haben. 
Dann mal los, werdet Teil der bronxx und feiert mit uns! Und das allercoolste, Frank macht Theke. Ja, er kommt, hat er gesagt.
Also, wir sehen uns?! Wäre klasse. Wir sind auch da! Für Euch!

Donnerstag, 3. November 2016

Bunte Tüte

Kennste noch aus der Kindheit?
Bunte Tüte war DER Hammer. Ich habe sie geliebt. Gab es nur am Kiosk. Und auch nur, wenn Mama, Papa oder irgendwer das erlaubt hat. 
Einzig meine Tante hat das mit Jahren auch noch mit mir zelebriert: kleines Papiertütchen, meistens spitz zulaufend, weiß, gefüllt mit Gummizeugs zum Essen. Süß, sauer, bunt, salzig, schrill, klebrig, alle Formen, alle Farben und natürlich mit ein paar Lakritze bei. Jedes Teilchen eine Mischung aus Gelatine - nein, es heißt immer noch nicht GelaNtine -, E-Farbstoffen und Zucker. Um die fünf bis zehn Cent das Stück.

Heute Nachmittag bekam ich eine Nachricht mit Bild vom schwarzen Peter. Frisch geknipst am Franky. Da stand nämlich auch ne bunte Tüte rum. Ja, genau da am Platz. Der mit den farbigen Sitzwürfeln. Dort, wo alle immer alle treffen, wo der Marktmann seine Ernte feilbietet, stand mitten am Rand eine große Tüte. In weiß. Da beim Bäcker nebenan, bei den Pflastersteinen, die den Franky umrahmen, abgestellt. Einsam. Wartend. Vergessen? Verloren?

Nein, gar nicht. Im Gegenteil. Nils ist da natürlich gleich hingegangen und hat die Tüte begutachtet:
an der Seite - gut sichtbar - war ein handgeschriebener Zettel angebracht. Auf ihm war zu lesen: "Esse das alles nicht. Kann gerne mitgenommen werden. Vielleicht für Kinder. Ist alles noch gut."




Dann hat er mir das Foto gesendet.
Da hat also ein lieber Mensch, vom Schriftbild eher eine liebe Menschin, seine oder ihre bunte Tüte hergegeben. Einfach so. Vollgefüllt mit Lebensmitteln. Und so wie es aussah eben genau mit den süßen Leckereien, die die Kids lieben.
Damit die auch mal was besonderes dürfen und nicht erst warten müssen, bis Mama oder Papa das erlauben...

So sindse hier, die Bewohner der bronxx. Alle denken an alle. Und geben ab und teilen. Das ist eben unser WRG. Eine bunte Tüte mit allem: süß, sauer, rotzig, rauchog, stramm, bedüselt, unterzuckert, verarmt, klebrig, lebendig, ehrlich und vor allem lieb!

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Alles muss, nichts kann



Man denkt ja immer irgendwie, man hätte im Leben schon alles gehabt, gelernt und mitgenommen. Besonders im Hinblick auf die ganz skurrilen Sachen... Aber nix da, es geht immer noch einen Zacken schärfer.
Wir wären ja nicht der bronxx-blog, wenn wir nicht immer wieder genau diese highlights auch erfahren würden.
Ein Geschenk des Himmels. Quasi. Damit der blog gefüttert wird und uns nie die Geschichten ausgehen mögen.
Der heutige Kracher wurde uns von aufmerksamen Bewohnern des WRGs zugetragen. Auch gut. Dann mussten wir uns das nicht selbst mit ansehen.Oder gar ausdenken. Nicht auszudenken.
Obwohl...

Also, irgendwo im Westlichen Ringgebiet hast Du Dein neues Zuhause gefunden, freust Dich wie Bolle über Deine neue Bleibe. Es ist Sommer und das wird Dein Sommer. Das spürst Du. Du hast voll Bock, Deine neue Wohnung einzurichten und das wird richtig cool.
Zum Einstand gibt es erstmal einen feinen Espresso in Deiner neuen Küche. Den hast Du Dir verdient. Und nun stehst Du an Deinem Küchenfenster, die dampfende Tasse in der Hand und sinnierst über Deko-Ideen. 

Dann, plötzlich... bäm!

Oh mein Gott, was ist das? Dein Einrichtungsfilm wird da draußen im Hinterhof jäh unterbrochen. Filmriss! Nee, nicht bei Dir... ach, was...
Bei der Lady da draußen. Sie ist Deine Nachbarin und sie hängt Wäsche auf. Ja, okay. Der kleine Garten hinter dem Haus mit den zwei Leinen hatte es auch Dir richtig angetan. Küche mit Blick da drauf. Das hatte irgendwie was heimeliges...
Und sie scheint sich hier besonders zuhause zu fühlen, vergisst die Welt und sich und alles. Wie auch ihren Schlüpfer und alle anderen Kleidungsstücke, die man unten rum so überwerfen könnte.

Echt, ihr lest richtig. Sie hat ab dem Bauchnabel nichts an. Nicht ein Hauch von Nichts, nein g a r nichts. Und Du weißt irgendwie auch nicht, wo Du hingucken sollst. Dein Blick zieht Dich immer wieder da hin, wo Du ihn eigentlich überhaupt nicht hinhaben willst. Doch Du kannst nicht anders.
Und Madame hängt fröhlich ihre Wäsche...

Dein Schock sitzt tief. Du fragst Dich, ob Du alles richtig gemacht hast mit Deiner Entscheidung. Du musst Dich erstmal erholen. Und dann abwarten. Kann ja ne Ausnahme sein. Oder eine Fata Morgana. Oder Dein Kaffee war schlecht...
Der Sommer war jedoch lang und heiß. Und Deine Nachbarin fand das auch so schön und genoss es. Ihr wisst schon: Sie tat es immer wieder...

Nun hoffst Du auf den Herbst und den Winter. Das es da richtig kalt, ungemütlich und eisig wird. Damit das aufhört. Mit diesem Anblick aus Deinem Küchenfenster. Damit Du in Ruhe Deinen Traum von Deiner tollen Wohnung leben kannst.
Oder, aber... Wenn es nämlich ganz dicke kommt, ja, dann wirst Du Dir ein neues Zuhause suchen müssen. Aber erstmal hoffst Du noch. Dass Du Glück hast und so... Denn alles kann (sich ändern), nichts muss (so bleiben), hier bei uns in der bronxx.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Ruf misch an

Ich habe gerade Urlaub. Und dann gehört auch immer ein ausgiebiger Stadtbummel dazu. Mal raus aus der bronxx, Auslauf in der city sozusagen. Einige Besorgungen machen, durch die Läden bummeln und auch ein kleines Bißchen shoppen. Na, ja, also, ähm, wie immer eigentlich: Stiefel.... War klar, oder?!

Mit meiner Beute bin ich dann am Abend nach Hause. Zurück im WRG. Rucksack auspacken. So ein superpraktisches Fahrradkurierteil, ich liebe ihn. Manchmal ist der aber so voll, dass ich ihn nicht schließen kann... So auch heute.
Ich also rein ins Wohnzimmer und will die Beute von heute auspacken. Stiefel, ein paar Lebensmittel und dann fällt mir ein Zettel aus den Händen. Hä? Wo kommt der denn her? Ich war das nicht. Hat jemand da seinen Müll verklappt? In MEINEM offenen Rucksack? Böse...
Ich schaue mir das Teil genauer an. Ein Lottoschein. Wie geil, vielleicht ein Wink des Schicksals. Mein Schutzengel sagt mir laut und deutlich, dass jetzt die goldenen Zeiten anbrechen. Vielleicht ist ja auch schon was angekreuzt? Ich drehe den Wisch um und tatsächlich, es steht auch was drauf.
Eine Männerschrift hat sich mit blauem Kuli darauf verewigt:
"Ich möchte Dich gerne näher kennenlernen.0152blablabla. Falls Du gebunden bist, entschuldige dies bitte."

Puh, Herzklopfen. Das ist ja mal sweet. Hatte ich lange nicht sowas. Erinnerung an Teeniezeiten. Hätte auch von mir sein können, wenn mir was gefallen hätte...

So, aber was mache ich jetzt? Richtig, erstmal ein Foto und ab damit auf facebook. Timeline-Futter und mal gucken, was die Gang so dazu meint. Und da geht es binnen Minuten hoch her. Von "haste ne Ahnung, wer das sein könnte" bis hin zu "Vorsicht, könnte auch ein Heiratsschwindler sein" ist alles an Kommentaren dabei.
Mein Bauchgefühl flüstert mir leise ins Ohr, dass das nur der Typ gewesen sein kann, der in der Drogerie bei den Batterien so magnetisch wurde und mir nicht mehr von der Seite wich.

Dann will ich es wissen: hab ich Recht oder nicht? Ich zücke mein Handy und wähle todesmutig die Nummer vom Zettel.
Am anderen Ende meldet sich ein Mann. Ich sage kurz meinen Namen und den Grund, warum ich anrufe. Er ist hin und weg und erzählt mir die Geschichte, die mir mein Bauchgefühl bereits vor ein paar Minuten in den Kopf geschickt hatte. Der Typ aus der Drogerie. Ich hatte gewonnen. An Erfahrung, an Vertrauen auf mein Gefühl.
Und ich habe mich gefreut, hatte mir die Botschaft doch den Tag gemacht. Wenn es auch nicht mein Fall war, so strahlte doch ein Augenpaar in der bronxx am heutigen Abend mehr als alle anderen...


Bist Du jetzt enttäuscht, weil es kein happy ending gab? Oder weil ich die Nummer nicht ausgeschrieben habe? Ehrlich? Kannste gebrauchen? Ja, dann ruf misch doch an!

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Werbepause

Und nun zur Werbung.
Ja, richtig gelesen. Heute kommt Werbung. Nicht immer bloß amüsantes, derbes oder traurig nachdenkliches Material aus der bronxx. Nein, heute unterbrechen wir mal mit einer Werbepause.
Und wehe, ihr rennt jetzt weg vom Bildschirm... zum WC oder zum Bier holen in die Küche. Nee, nee, mal schön brav hier geblieben. Denn... schließlich geht es auch um Euch.
Wir haben da nämlich mal was vorbereitet: einen Flyer, eine Ausstellung und eine Lesung. Drei Sachen auf einmal. Nur eben ohne Schokolade...

Und noch besser: ihr seid alle herzlich eingeladen! Erstmal auf jeden Fall zum Beitrag lesen. Wer das nicht abwarten kann, begutachtet schon mal den Flyer. Der schwarze Peter hat ganze Arbeit geleistet und gezeigt, was er noch so alles auffen Kasten hat. 





Also, es geht los! Bronxx blog live und in schwarz weiß mit rot zum Anfassen, Angucken, 
Hinsehen und Hinhören.
Am 12. November um 19 Uhr im Werkschauraum in der Ernst-Amme-Str.5 in 38114 Braunschweig. 

An dem Tag ist die Vernissage zu unserer Ausstellung. WRG im WRG sozusagen! Der schwarze Peter zeigt an den Wänden dieser Location ausgewählte Blog-Kritzeleien in klein und groß.


Am 19. November, selbe Stelle, selbe Uhrzeit, gibt es dann die besten stories aus dem blog auf und in die Ohren. Gelesen von mir, the_climbing_rose, denn ich habe sie ja auch alle geschrieben. Na, ja, fast... Das wird ein Spaß!

Wer keine Zeit hat an diesen beiden Samstagen, kommt einfach zwischen dem 12.11. und 25.11. freitags von 14-17 Uhr oder sonntags von 12 - 16 Uhr vorbei. Dort erwischt ihr uns persönlich, mal ganz in echt und in Ruhe. Zum Reden, Anregen, Fragen, Hinterfragen oder was Euch sonst noch so einfällt.
Boah, ist das aufregend! Ehrlich!


Wir freuen uns auf Dich, Dich und natürlich auch auf Dich! Kommt rum, seid mit uns, werdet Teil der bronxx und feiert mit uns den schönsten Teil der Stadt! 


Donnerstag, 6. Oktober 2016

Haste ma Feuer?

Stell Dir vor es ist nachts und wieder die ganz böse Uhrzeit bei uns in der bronxx. Irgendwas so zwischen eins und vier. Eigentlich willst Du schlafen. Weil, Du musst bald aufstehen, dann zur Arbeit und so.
Doch, Deine Nacht ist mit einem Mal schlagartig vorbei. Ein fieses durchdringendes Geräusch macht Dich wach. Es schrillt in Deinen Ohren und zuhalten nützt da gar nichts. Du sitzt erschrocken und hochkant in Deinem Bett und weisst erstmal nicht, was los ist. Dann fällt es Dir wieder ein. Alarm. Sirene. Feuermelder. Ja. Shit!
Du stehst auf und rennst durch Deine Wohnung. Dabei bleibt es einfach nur ohrenbetäubend laut. Dann wird Dir klar: puh, meine sind es nicht. Glück gehabt. 

Du hörst draußen von der Straße Stimmen und aus der Ferne dröhnt die Feuerwehrsirene in Richtung WRG. Okay, Alarmstufe rot... Jacke an, Pandabärchenaugen abgerieben und raus. Deine Nachbarn sehen genauso verpennt aus wie Du und gemeinsam harrt ihr der Dinge, die da kommen: den Rettern mit Helm und Schlauch.

Sie rücken Minuten später an, mit Löschfahrzeug, alles blinkt blau, aber eigentlich brennt garnix lichterloh. Egal, man weiss ja nie... Die behelmten springen vom Wagen und rennen konzertant ins Nachbarhaus. Dort finden sie nach kurzem Suchen die Höllenlärmwohnung. Profis eben. Die Menge wartet gebannt.

Dann ist Ruhe. Endlich. Stille. Was für eine Wohltat. Du bist erleichtert und fragst Dich, was jetzt als nächstes passiert im neuen bronxx-Krimi. Mittendrin statt nur dabei.
Dann stehen die dunkelblauen Retter mit den weißen Helmen unterm Arm wieder auf der Straße. Hat sich ausgekrimit. Fall gelöst und wieder ab in die Zentrale. Mit Wasser und Laster.

Ach so, ihr wolltet jetzt noch wissen, was da war?
Tja, bronxx speziale, würde ich sagen. Menue drei auf der Nachtspeisekarte. Ganz einfach zubereitet, gelingt immer. Und man brauch nix machen, kocht sich wie von selbst. Quasi. Egal, wieviel Alk und Drogen de intus hast. Einfach ausser Folie nehmen, ab inne Pfanne und dann auf drei stellen. Von allen Seiten und so.
Aber, Du musst natürlich wiederkommen aussem Wohnzimmer. Auch, wenn Du Dich da mal nen Moment ablegst. Du musst wieder in die Küche kommen und das selber umdrehen inner Pfanne. Musste machen.
Dann musste Dir mal den Wecker stellen oder die Eieruhr. Oder Dich wecken die Rauchmelder und wenn de das nich raffst, kommt die Feuerwehr in Dein Wohnzimmer und weckt Dich. Und dann wirste wach und fragst Dich, was los ist und ob die mal Feuer für Dich haben... Auf den Schreck brauchste nämlich erstmal ne Kippe...
Und noch blöder: Du hast es wieder verrafft. Schon das dritte Mal in diesem Jahr. Das man hier in der bronxx aber auch nich einmal mal in Ruhe nen richtiges Nickerchen machen kann...